
Der in Berlin lebende israelische Schriftsteller Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Er war Herausgeber der Zeitschrift Sedek: A Journal on the Ongoing Nakba, ein Projekt der israelisch-jüdischen Initiative Zochrot, die die Erinnerung an die Vertreibung der Palästinenser im öffentlichen Diskurs verankern will. Gardi las beim Bachmannpreis 2016 einen Text, der gänzlich auf Grammatik und Rechtschreibung verzichtet und in gebrochenem Deutsch geschrieben wurde. Im Sommer 2021 erschien sein Roman Eine Runde Sache beim Literaturverlag Droschl. Mit seinem Werk „Eine runde Sache“ erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Für den im Februar 2026 erschienenen Roman „Liefern“ hat Tomer Gardi über drei Jahre in sechs Städten vor Ort recherchiert.
© Graham Hains